Pryntad – Printanzeigen so einfach schalten wie im Online Marketing

Hallo Phil, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei pryntad kurz vor:

Hallo, ich bin Phil. Ich habe pryntad 2019 zusammen mit meinen beiden Mitgründern Anja Visscher und Martin Kaltwasser gegründet. Wir alle lieben Zeitschriften und Zeitungen. Das beruht auf vielen Jahren Marketing- und Produkterfahrungen in Verlagen und Agenturen. In der täglichen Arbeit für unsere Marketing-Agentur 4millions entstand für die Idee zu pryntad – einer digitalen Buchungsplattform für Anzeigen in Zeitschriften und Zeitungen.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Start-up, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

pryntad bietet eine Plattform, auf der Marketeers ganz einfach Anzeigen in Magazinen und Zeitungen buchen können. Das funktioniert so einfach wie Online-Marketing: Per Targeting und Preisangebot auf TKP-Basis. Unser Antrieb ist es, die klassische Printbranche zeitgemäß zu gestalten und zu digitalisieren. Außerdem ist es uns ein Anliegen, den freien Journalismus zu unterstützen.

Welches Problem wollt Ihr mit pryntad lösen?

In Zeiten von Cookieless Targeting lösen Print-Anzeigen in Zeitschriften und Zeitungen viele Probleme des Online-Marketings wie Targeting-Verbote, fehlende Brand-Safety oder Werbeblindheit. Allerdings war diese Alternative aufgrund komplizierter Preislisten und Vertriebsstrukturen von Verlagen bisher vor Marketing-Normalos kaum zugänglich. Das ändern wir.

pryntad macht die Gattung nun durch einen einfachen und effizienten Buchungsprozess für jeden buchbar. So können über unsere Plattform Anzeigen in Zeitschriften und Zeitungen zielgruppengenau und verlagsübergreifend gebucht werden, übrigens auch programmatisch über DSP. Basis der Buchung sind nur noch Targeting-Keywords und ein TKP-Preisgebot. Wie im Online-Marketing.

Werbetreibende profitieren dabei von der hohen Glaubwürdigkeit, Markensicherheit und Reichweite von Print. Print steigert zudem Markensympathie und Kaufbereitschaft und wird besonders aufmerksam gelesen. Es lohnt sich also, Digital-Kampagnen über pryntad in Print zu verlängern. Auch wenn viele selbst nicht mehr lesen: Der Markt ist sehr groß. Wir bieten in den meisten Zielgruppen sehr umfangreiche Reichweiten!

Wie ist die Idee zu pryntad entstanden ?

Die Idee entstand, als Amazon Marketing aufkam und für alle sofort buchbar war – jeder konnte mit seinem Wissen direkt einsteigen. Anja, Martin und ich waren alle in der Verlagsberatung tätig und haben uns viel mit der Optimierung von Kaufprozessen beschäftigt. Der Vergleich der Customer Journey war verblüffend! Wir dachten uns – so einfach muss es auch sein, Anzeigen in Printmedien zu buchen. Sonst geraten diese Top-Werbemedien aufgrund des ineffizienten Buchungsweges immer mehr in Vergessenheit, vor allem bei der jüngeren Generation der Werbetreibenden.

Wie würdest Du Deiner Großmutter pryntad erklären?

Hallo Oma, du liest immer den Stern. Neben den Artikeln sind immer auch Anzeigen drin. Zum Beispiel für Jacobs Krönung – deinen Lieblingskaffee. Um ihre Anzeige zu schalten, muss Jacobs Krönung bisher immer einen Verkäufer oder eine Verkäuferin vom Stern anrufen und einen Preis verhandeln. Jetzt buchen Jacobs die Anzeige einfach am Computer oder Handy, so wie du im Internet deinen Urlaub über ein Vergleichsportal buchst. Das geht viel schneller, ist günstiger und Jacobs Krönung bekommt für seinen Kaffee genau, was gewollt ist: Nämlich dich als langjährige Kundin!

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Das Konzept hat sich nicht geändert, unser Produkt hat sich natürlich weiterentwickelt.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir erhalten von den Verlagen Sonderkonditionen, zu denen wir direkt buchen können. Somit können wir unseren Kundinnen und Kunden Sofortbuchungen in Zeitschriften und Zeitungen zusagen. Zwischen Verkauf und Einkauf ziehen wir uns dabei eine Marge.

Wie genau hat sich pryntad seit der Gründung entwickelt ?

Wir sind sehr stolz auf das, was wir bis heute erreicht haben. Wir haben sehr klein mit Anzeigen in der Hamburger Morgenpost und anderen Regionalzeitungen angefangen und gezeigt, dass Marketeers Anzeigen im Self-Service buchen und realistische Preise bieten.

Dann kam Corona und Läden, Restaurants und Handwerker haben nicht mehr in Zeitungen geworben. Dabei hat uns der Corona Recovery Fund der Bundesregierung sehr geholfen. Mega! Danke hier nochmal an den Staat.

Seitdem sind wir stark gewachsen, haben unsere Buchungsplattform Magazine und Fachzeitschriften erweitert und bieten jetzt alle 13.000 Zeitschriften, Fachzeitschriften und Zeitungen in Deutschland zur Buchung an. Dadurch haben sich die Buchungsvolumina vervielfacht, sind Onlinemarketing-Agenturen und viele Inhouse-Marketing-Abteilungen unsere Kunden geworden.

Mittlerweile haben wir Verträge mit großen und kleinen Verlagspartnern wie der Adalliance, Bauer oder dem Jahreszeiten Verlag. Diese Verträge ermöglichen uns Sofortbuchungen, die wir in einem nächsten Schritt auch über dritte Plattformen wie DSPs anbieten können. Unser neuestes Produkt: Run of Channel Print: Buche deine Zielgruppe über unseren Titel-Zielgruppen-Channel und nicht per gezielter Titelauswahl. Das ist einfach und der Preis sehr gut. Unsere Kunden kennen das aus dem Online-Marketing.

Aktuell sind wir über Plan und wollen in Deutschland bald profitabel sein.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schiefgegangen ?

Wie bereits erwähnt, war die Corona-Zeit (wie für viele andere) schwierig, da unsere erste Zielgruppe – Restaurants und kleine Geschäfte – aufgrund der Verordnungen schließen musste und somit kein Budget mehr für Anzeigen hatte.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Durchhalten! Und kreative Lösungen finden. Vor allem aber hat es uns gezwungen, schnell mit Angeboten für nationale Agenturen neue Zielgruppen zu erschließen. Das sehen wir heute als Vorteil.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Wir gehen als Gründerteam klug und überlegt vor. Schritt für Schritt, mit unserem Ziel vor Augen: Wir wollen weltweiter Marktführer als Plattform für Zeitschriften und Zeitungen werden.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Neben uns drei Gründern ist der Company Builder Hanse Ventures größter Gesellschafter. Dazu kommen wenige Business Angels – alles Friends und Family – und eine stille Beteiligung im Rahmen des Corona Recovery Fonds der Bundesregierung.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate?

Aktuell steht eine neue Investitionsrunde an, mit der wir in Deutschland profitabel werden wollen. Gleichzeitig arbeitet unser Entwicklerteam an der Optimierung unseres Produktes: Wir werden in den nächsten Monaten viele coole neue Features launchen und auch Partnerschaften. Gedanklich bereiten wir eine Internationalisierung vor – in Österreich und der Schweiz auch konkret.

Vielen Dank für das Interview.

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