codary – bringt Kindern Programmieren bei

Hallo Antonia, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei codary kurz vor:

Ich bin Antonia, bin 26 Jahre alt und habe im November 2020 gemeinsam mit meinen Mitgründer*innen Amanda und Nikolaj codary gegründet. Amanda ist bei uns für Tech & Operations zuständig. Nikolaj ist für die Produktentwicklung, also die Kursinhalte unserer Programmierkurse verantwortlich. Ich leite das Marketing Team und die Finanzierung. In der App Entwicklung ist Juri für uns im Einsatz. Zudem haben wir mittlerweile über 10 Coaches, die Programmier-Kurse für uns leiten.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

codary bildet die digitalen Pioniere von morgen aus. In wöchentlichen Online-Kursen bringen codary’s Coaches Kindern und Jugendlichen von 10 bis 16 Jahren per Videochat relevante Programmiersprachen wie Python spielerisch und anwendungsorientiert bei. Dabei steht die gemeinsame konzeptionelle und kreative Weiterentwicklung der eigenen Programme und Apps im Fokus der wöchentlichen Stunden, um so die Programmierkenntnisse und Interessen langfristig zu festigen. Machine Learning Algorithmen optimieren dabei das Lernerlebnis. 

Welches Problem wollt Ihr mit codary lösen ?

Informationstechnologien werden alle unsere Lebensbereiche nachhaltig verändern. Doch erst 2023 wird es sechs Bundesländer geben, die Informatik als Pflichtfach in deutschen Schulen einführen. Viele Jugendliche in Deutschland wachsen daher ohne Wissen, Interesse oder Kompetenzen in der Informatik heran. Daher ist es codary’s Mission Programmieren schon frühzeitig als Hobby zu etablieren. 

Wie ist die Idee zu codary entstanden ?

Meine Co-Gründerin Amanda hat sich während ihres Informatik Studiums gefragt, wieso nur wenige Frauen mit ihr im Hörsaal saßen. Im Gespräch mit ihren männlichen Kommilitonen stellte sich heraus, dass viele von ihnen schon im Jugendalter durchs Gaming an das Programmieren herangeführt wurden. Sie ärgerte sich, dass sie selbst nicht schon viel früher mit Programmieren angefangen hat. Im Frühjahr 2020 inmitten der Corona Pandemie kam uns die Idee, Programmierkurse auch online anzubieten. Im November 2020 gründeten Amanda, Nikolaj und ich dann codary.

Wie würdest Du Deiner Großmutter codary erklären ?

Wir bringen Kindern Programmieren bei – quasi wie eine Schule, nur dass der Unterricht digital per Videochat stattfindet. Das macht den Kindern Spaß und sie lernen das, was sie für ihre Zukunft brauchen.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Das Konzept nicht, das Pricing schon. Gerade zu beginn, wo wir nur wenige Kursinhalte entwickelt hatten, verkauften wir unsere Kurse zunächst einmalig als 12-Wochen Kurse. Wie bei jedem anderen Nachmittagshobby auch wollen wir aber nun unsere Kurse im Abo-Modell mit regelmäßigen, monatlichen Zahlungen vertreiben.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Es gibt drei Möglichkeiten mit codary Programmieren zu lernen: Unsere Lernapp ist kostenlos zum Download verfügbar, in Zukunft wird diese auch als Premium Version monetarisiert. Das Komplettpaket aus Premium App Zugang und wöchentlichen Gruppenkursen mit Coach ist auf unserer Website für 71€ im Monat verfügbar. In der Lern-App wird es neben Premium Inhalten dann ausgewählte kostenlose Anfängermodule geben. Seit Dezember 2020 kooperieren wir mit Stiftungen und Vereinen, um auch Kindern aus einkommensschwachen Haushalten unsere Ausbildung zu ermöglichen!

Wie genau hat sich codary seit der Gründung entwickelt ?

Im November starteten wir mit einem digitalen, kostenlosen Testkurs für 10 Kinder aus ganz Deutschland. Im Februar haben wir dann unseren ersten Programmierkurs “Minecraft & Python” kostenpflichtig gelaunched. Mittlerweile haben wir in unseren Kursen über 400 Kindern Programmieren beigebracht.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Mittlerweile sind neben den drei Co-Gründer*innen und zwei Vollzeit-Entwickler noch vier Werkstudenten und ein Praktikant, sowie 10 Coaches an Bord. Stand August setzen sich also insgesamt 20 Mitarbeiter*innen bei codary aktiv dafür ein, Kindern Programmieren beizubringen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Da wir ein sehr junges Unternehmen sind, bisher gottseidank noch nichts – toi, toi, toi.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Wir sind sehr zufrieden mit der Auswahl unserer Team-Mitglieder. Es ist unglaublich wichtig, mit wem man gründet und wer dich in den ersten Jahren im Team begleitet. Amanda, Nikolaj und ich kennen uns schon sehr lange aus der Universität, so verbindet uns in erster Linie unsere langjährige Freundschaft.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Ab Oktober 2020 erhielt das codary Team das Berliner Startup Stipendium der Technischen Universität Berlin und des Berliner Senats in einer Gesamthöhe von 90.000€, welches dem Startup zu einem erfolgreichen Start verholf. Mittlerweile sind wir kurz vor Abschluss unserer ersten Finanzierungsrunde.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

In den nächsten zwölf Monaten wollen wir unsere Web Lernplattform launchen, diverse Kurse anbieten und mehr Kindern das Programmieren beibringen. Außerdem wollen wir vermehrt Angebote im B2B-Bereich entwickeln und so unsere Partnerschaften ausbauen.

Vielen Dank für das Interview.

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