openHandwerk – damit organisieren Handwerker ihre Aufträge

Hallo Martin, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei openHandwerk kurz vor:

Mein Name ist Martin Urbanek. Ich bin Gründer und Geschäftsführer der openHandwerk GmbH. Vom Background bin ich klassischer BWLer, Börsenhändler und M&A Berater. 2009 habe ich einen Handwerksbetrieb gegründet, der deutschlandweit 600.000 Wohneinheiten und die Industrie im Bereich Instandhaltung bedient.

2016 habe ich erstmalig mit unserem CTO Sascha Herzberg an einer Softwarelösung gearbeitet, die uns das Arbeiten erleichtert.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startups, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

openHandwerk ist eine geräteunabhängige, webbasierte SaaS-Lösung (Software as a Service) für Handwerksbetriebe, Bauunternehmen und Servicegesellschaften. Die Plattform openHandwerk deckt dabei die gesamten Arbeitsprozesse in einem Unternehmen ohne Datenbrüche in einer Lösung ab. Hierzu gehören Auftrags-verwaltung/ Projektplanung, Ressourcenmanagement, Baustellendokumentation und -kommunikation, Mängel- und Aufgabenmanagement sowie ein umfangreiches Rechnungswesen in der Cloud. Über eine Webapplikation und dazugehöriger openHandwerk-App können Workflows im Büro, auf der Baustelle oder in der Instandhaltung verwaltet werden.

Welches Problem wollt Ihr mit openHandwerk lösen ?

Wir sind eine Workflow-Software und versuchen die Prozesse im Handwerk zu digitalisieren und zu optimieren. openHandwerk verbessert die Zusammenarbeit in Echtzeit, rationalisiert die Kommunikation und macht Unternehmen effizienter durch optimierte und digitale Prozesse. Darüber hinaus bietet openHandwerk über seinen API-Marketplace offene Schnittstellen zur Integration von Drittanbietern wie Apps, Microservices, Hersteller oder Händler.

Wie ist die Idee zu openHandwerk entstanden ?

Die Idee zu openHandwerk ist aus einem Bedarf heraus entstanden. Wir hatten die Probleme, die aktuell viele Handwerker und Bauunternehmen draußen haben: zu viele Aufträge und zu wenig Fachpersonal sowie zu wenig effiziente Prozesse in der Umsetzung.

Da wir keine passende Lösung am Markt gefunden haben, haben wir eine eigene Lösung entwickelt, die wir seitdem kontinuierlich ausgebaut haben.

Wie würdest Du Deiner Großmutter openHandwerk erklären ?

Wir sind eine Software mit der du als Handwerker deine Aufträge organisierst, deine Mitarbeiter planst, Baustellen dokumentierst und am Ende Rechnungen schreibst. Alles aus einem einfachen Tool im Internet.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Unser Konzept Handwerkersoftware / Bausoftware in der Cloud hat sich nicht stark verändert. Es ist immer noch unsere Kernkompetenz. Im Bereich Schnittstellen und Partner haben wir es weiter optimiert. Wir haben die Vision von einem Arbeiten im Handwerk & Bau ohne Medienbrüche.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir bieten eine siebentägige Testphase. Bei Gefallen erwirbt man Lizenzen für 12, 24 oder 36 Monate. Man kann kaufmännischen als auch gewerbliche Mitarbeiter über das Web oder per iOS oder Android-App mitarbeiten lassen. Pro Nutzer wird eine Lizenz berechnet.

Wie genau hat sich openHandwerk seit der Gründung entwickelt ?

Gestartet sind wir aus einem Handwerksbetrieb. Zu Beginn war es eher ein teures Hobby. Stand heute werden wir verstärkt von Herstellern,  Baustoffhändlern, Banken und Versicherungen wahrgenommen, die wir oftmals als Partner für uns gewinnen.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Wir sind aktuell mit 12 Mitarbeitern in Berlin unterwegs. In Kürze beziehen wir ein neues und größeres Büro. Für ein bootstrapped Startup glaube ich, das unser Team einen guten Job da draußen macht.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

So richtig schief gelaufen ist glücklicherweise relativ wenig. Als Startup lernt man recht schnell dazu und passt sich den Umständen an.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Als Startup kannst du vieles schnell umsetzen. Mittlerweile müssen wir besser und umfangreicher planen.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

2019 standen wir vor der Entscheidung ein eigenes Rechnungswesen umzusetzen oder alternativ auf Partner- und Drittlösungen zu vertrauen. Wir haben uns für den mühsamen Weg entschieden, und sind jetzt in der Lage hier in die Tiefe zu gehen und auch bei Kunden renommierte onpremise Handwerkerlösungen abzulösen. Es war richtig darüber hinaus immer den Prozess beim Handwerker im Vordergrund zu setzen. Das ist ein Ansatz, der bisher bei vielen Lösungen am Markt zu kurz kam.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Aktuell sind wir komplett eigenfinanziert. Wir schreiben schwarze Zahlen und haben starke Partner mit Deutsche Telekom, DVAG, PPG Industries und Bergmann & Franz.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Als ERP-Lösung in der Cloud mit 18 aktiven Schnittstellen wird es nicht langweilig. Wir sind auf einem Weg uns zu einer MultiCloud für Handwerk & Bau zu entwickeln.

Wir haben noch zahlreiche Ideen uns im Bereich Leadgenerierung, Beschaffung als auch im Bereich Marktplätze zu etablieren.

Vielen Dank für das Interview.

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