VARM im Spotlight: Wie ein junges Team die Wärmedämmung revolutioniert

Hallo Christian, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei VARM kurz vor:

Natürlich, gerne! Ich bin Christian, einer der beiden Co-Founder von VARM. Nach meiner Zeit in einer Managementberatung und dem erfolgreichen Aufbau einer E-Commerce-Firma, habe ich mich intensiv damit beschäftigt, was ich wirklich mit meiner Zeit machen will. Dabei wurde mir klar, dass ich etwas Impact getriebenes machen möchte und habe mir Gedanken gemacht, wie ich mit meiner Zeit den größten positiven Einfluss erzielen kann. So bin ich auf das Thema Energieeffizienz und insbesondere Wärmedämmung gestoßen.

Unser Team bei VARM besteht aus talentierten und engagierten Experten, die sich leidenschaftlich für nachhaltige Sanierung und Energieeffizienz einsetzen. Jeder von uns bringt eine einzigartige Perspektive und Fachkenntnisse mit, um gemeinsam an innovativen Lösungen für effiziente Wärmedämmung zu arbeiten.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen?

Klar, mit Vergnügen! Zusammen mit meinem Co-Founder Sebastian denken wir Wärmedämmung seit dem zweiten Quartal 2023 neu und wollen dabei möglichst viel CO₂ einzusparen. Gebäude sind regelrechte Energiemonster, bei denen schon mit einfacheren Maßnahmen oft erheblich Energie eingespart werden kann. Bei VARM haben wir uns auf das effektivste der Wärmedämmung, der Einblasdämmung spezialisiert. Dabei werden Hohlräume innerhalb von Fassaden oder Dachböden von Häusern minimalinvasiv gedämmt. Dadurch werden nicht nur nach der Dämmung, sondern auch während des kurzen Umsetzungszeitraums erhebliche Kosten eingespart. Und das Beste daran: Die Umwelt profitiert ebenfalls enorm!

Welches Problem wollt Ihr mit VARM lösen?

Die Herausforderung, der wir uns mit VARM stellen, ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Laut Studien des Umweltbundesamtes trägt der Gebäudesektor einen erheblichen Anteil zum Energieverbrauch in Deutschland bei, und der Betrieb von Gebäuden verursacht allein 30 % der CO₂-Emissionen. Gleichzeitig hat sich die Europäische Union das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 etwa 35 Millionen Häuser energieeffizient zu sanieren, um die vorgegebenen Klimaziele zu erreichen. Unsere Mission besteht darin, die Infrastruktur für Wärmedämmung zu bauen, bestehende Technologien weiterzuentwickeln und zu skalieren, um den europäischen Gebäudesektor erfolgreich zu dekarbonisieren.

Wie ist die Idee zu VARM entstanden?

Die Entstehung der Idee für VARM basiert auf unserer intensiven Auseinandersetzung mit dem gesamten Bereich der Energieeffizienz und Sanierung. In Sanierungsfahrplänen, einer Maßnahmenliste für die energetische Sanierung von Immobilien, ist die Dämmung und insbesondere die Einblasdämmung eigentlich immer die am stärksten empfohlene Methode. Allerdings ist uns aufgefallen, dass die Industrie der Wärmedämmung und auch Einblasdämmung extrem fragmentiert und nicht standardisiert ist. Wir möchten jetzt diesen Branchenstandard definieren.

Wie würdest Du Deiner Großmutter VARM erklären?

Das ist glücklicherweise recht einfach, denn wir entwickeln kein komplexes Produkt. Wir kümmern uns darum, Häuser zu dämmen, um unseren Kunden dabei zu helfen, nicht nur Geld, sondern auch CO₂-Emissionen einzusparen. Dabei füllen wir Hohlräume in Wänden oder Dächern und das extrem effizient.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert?

In den ersten paar Monaten gab es sicherlich einige kleine Anpassungen bei uns, aber das grundlegende Konzept, nachhaltige und schnelle Wärmedämmung anzubieten, ist unverändert geblieben. Wir haben kontinuierlich Feedback aufgenommen und unsere Prozesse optimiert, um sicherzustellen, dass wir den bestmöglichen Service bieten können.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell?

Wir haben eine voll digitalisierte Customer Journey, die beim Lead beginnt und bis zur Rechnungsstellung endet. Dabei realisieren wir je

Projekt zu einem vorher festgelegten Fixpreis mit unseren eigenen Handwerksteams. Vor allem können wir stolz darauf sein, dass wir bereits jetzt mit jedem abgeschlossenem Projekt operativ profitabel sind.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen?

Wir sind 2023 zu zweit gestartet und haben dann mehr und mehr Mitarbeiter eingestellt. Seitdem haben wir unser Team erheblich erweitert und eigene Teams von Installateuren aufgebaut, die jede Woche mehrere Häuser effizient dämmen können. Insgesamt zählen wir mittlerweile zu einem Team von mehr als einem Dutzend engagierter Mitarbeitenden. Es ist erstaunlich zu sehen, wie sich unser Unternehmen in kurzer Zeit entwickelt hat und wie wir gemeinsam wachsen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schiefgegangen?

Natürlich sind unsere Teams in unseren Firmenautos unterwegs, die auffällig mit dem VARM-Branding versehen sind. Nun ja, bei unserem zweiten Transporter haben wir es geschafft, nicht unsere Firmennummer, sondern die private Handynummer eines unserer Teammitglieder darauf zu folieren. Ein kleiner unfreiwilliger Werbegag, der uns kurzzeitig vor einige Herausforderungen gestellt hat, aber im Nachhinein für einige Lacher und Teamzusammenhalt gesorgt hat.

Was habt Ihr daraus gelernt?

Das Ganze hat schlussendlich zu vielen unerwarteten Anrufen geführt, aber wenigstens wissen wir jetzt, dass die Werbung auf unseren Autos wirkt. Es hat uns gezeigt, wie wichtig die Details sind und dass selbst aus einer kleinen Panne positive Effekte entstehen können.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?

Als wir das erste Projekt durchgeführt haben, haben wir uns selbst als Ziel gesetzt, stets die Extrameile zu gehen und die Kundenzufriedenheit immer an erster Stelle zu haben. Diesen Ansatz verfolgen wir weiterhin und können sagen, dass sich dieser Kundenfokus, besonders in Bezug auf unsere Weiterempfehlungen, deutlich bemerkbar macht. Unser Engagement für hervorragende Arbeit und zufriedene Kunden hat sich schlussendlich als entscheidender Erfolgsfaktor erwiesen.

Wie ist Euer Startup finanziert?

Wir haben vergangenes Jahr eine erste Finanzierungsrunde von mehreren Business Angels, sowie Fundamental und A/O Proptech eingesammelt. Gerade für den Aufbau unseres Teams war das enorm hilfreich, sodass wir jetzt in die nächste Wachstumsphase übergehen können.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate?

12 Monate sind für ein junges Startup natürlich immer ein relativ langer Zeithorizont. Unser Fokus liegt aktuell immer auf den nächsten 3-6 Monaten, um anpassungsfähig zu bleiben. Aktuell eröffnen wir unseren zweiten Standort und werden weiter tun, was wir bereits extrem gut können: (immer mehr) Häuser dämmen!

Vielen Dank für das Interview.

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