Das nachhaltige Mode-Startup „espero“ im Interview

Hallo Tim, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei espero kurz vor:

Hi, mein Name ist Tim und ich bin Gründer und Inhaber des nachhaltigen Mode-Startups „espero“.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

espero ist ein nachhaltiges Modelabel, dass 25% seiner Überschüsse in Projekte zum Schutz vom Aussterben bedrohter Tierarten spendet und zwar völlig transparent: Unter jedem einzelnen Artikel in unserem Online-Store erkennst du genau wohin der entsprechende Anteil aus deinem Kauf fließt. Sämtliche Teile bei uns sind fair produziert bzw. gehandelt. Weil alles zu 100% nachhaltig sein soll, verwenden wir nur Bio-Baumwolle oder Recycling-Polyester. Bio-Baumwolle hat nicht nur den Vorteil, dass Sie durch die längeren Fasern auch länger hält, sie fühlt sich auch weicher an und im Vergleich zu konventioneller Baumwolle können bis zu 90% des Wasserverbrauchs eingespart werden. Beim Recycling-Polyester ist es so, dass dafür PET-Flaschen wiederverwertet werden und so erst gar nicht die Möglichkeit haben in den Ökokreislauf zu gelangen. Alles in allem ist unser Ziel der Natur mindestens das zurückzugeben, was man verbraucht.

Welches Problem wollt Ihr mit espero lösen ?

Zum einen möchten wir etwas gegen das Artensterben unternehmen, dass nie schneller vorangeschritten ist als heute. Also haben wir eine Möglichkeit entwickelt, mit der einfach jeder die Möglichkeit hat etwas zum Schutz bedrohter Tierarten zu machen – und das ganz nebenbei, einfach mit der Kleidung, die man trägt. Zum anderen möchten wir klar machen, dass jeder Konsum einen Impact, also eine Wirkung hat. Meine Stimme als Konsument hat Gewicht und jeden Tag gebe ich meine Stimme für etwas: Kaufe ich konventionell oder Bio – kaufe ich regional oder ist mir egal woher meine Waren kommen? Damit entscheiden wir alle auch was morgen in unseren Regalen angeboten wird.

Wie ist die Idee zu espero entstanden ?

Ursprünglich war es mein großer Traum eine eigene Tierschutzorganisation zu gründen. Ich habe mich schon immer für den Tierschutz eingesetzt und seit ich eigenes Geld verdiene auch schon immer etwas dafür abgegeben. Als ich mich dann damit auseinandergesetzt habe, habe ich schnell gemerkt, dass es einfach schon sehr viele gute Organisationen gibt, die allesamt ihre Berechtigung haben und tolle Arbeit verrichten. Also habe ich mich entschlossen, diese Organisationen zu unterstützen. Gleichzeitig wollte ich den Menschen etwas bieten, womit sie mehr erreichen als einfach nur ihren Konsumdurst zu stillen. Ich wollte gerne, dass das, was die Menschen konsumieren, einfach eine Wirkung erzielt. So kam dann eins zum anderen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter espero erklären ?

Du kannst bei uns Mode einkaufen und automatisch werden 25% an Projekte gespendet, die Tiere schützen, die vom Aussterben bedroht sind.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Wir agieren mittlerweile viel mehr impactorientiert in unserer gesamten Kommunikation weil es das ist, was espero ausmacht und das was zukünftig eine stärkere Rolle spielen sollte.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

In unserem Online-Shop kaufst du wie gewohnt Teile, die dir gefallen. Wählen kannst du mittlerweile zwischen Jogging-Pants, Hoodies, Sweatern, Shirts und Sportoberteilen. Nach deinem Kauf werden von uns 25% des Überschusses aus deinem Kauf separiert. Einmal jährlich spenden wir dann alle separierten Beträge an die Organisationen. Für dich als Konsumenten ist das mit keinerlei Mehraufwand verbunden.

Wie genau hat sich espero seit der Gründung entwickelt ?

Großartig! Wir haben unser diesjähriges Jahresziel bereits zu Beginn Oktober erreicht.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Neben mir gibt es derzeit keine weiteren Mitarbeiter. Das liegt vor allem auch daran, dass ich die Kosten so niedrig wie möglich halten möchte, um den Spendenanteil so hoch zu halten und künftig sogar noch weiter zu erhöhen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Dreh- und Angelpunkt ist unser Online-Shop. Dort hatten wir uns zu Beginn für die falsche Bildsprache entschieden.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Seit wir das angepasst haben, merken wir deutliche Änderungen an der Conversion-Rate und verfolgen eher den Ansatz uns an den besten zu orientieren.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

In der Kommunikation. Das, was uns wichtig ist, transportieren wir und nach dem Feedback, das wir erhalten, kommt das auch so an.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir sind 100% EK finanziert.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Neben einer weiteren Sortimentserweiterung möchten wir jetzt vor allem weiteres Wachstum erzielen und dafür dir richtigen Kanäle identifizieren.

Vielen Dank für das Interview.

Danke ebenfalls.

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