Digitale Noten-App startet Pilotphase – Start-up Enote bietet kostenlosen Zugang im Austausch für musikalisches Wissen

Pressemitteilung:

  • Enote-App ermöglicht Musiker:innen, digitale Noten auf flexible, effiziente und interaktive Weise zu nutzen
  • Pilotphase bietet Musiker:innen kostenlosen Zugang und die Möglichkeit, auf letzte musikalische Fehler hinzuweisen
  • Enote-App zog bereits über 15.000 freiwillige Beta-Tester an und wird von großen Kulturinstitutionen wie der Staatsoper Unter den Linden und dem Pierre Boulez Saal unterstützt

Berlin, 26. Mai 2021 – Das Musiktechnologie-Startup Enote bietet ab heute kostenlosen Zugang zu seiner digitalen Noten-App, die im App Store zum Download bereitsteht. Die Enote-App gibt Musiker:innen sofortigen Zugriff auf eine Bibliothek von Partituren, die in einem digitalen Format mittels KI rekonstruiert wurden – und macht es damit erstmals möglich, digitale Noten auf flexible, effiziente und interaktive Weise zu nutzen. Während der Pilotphase können Musiker:innen Enote kostenlos nutzen und im Gegenzug mit ihrem musikalischen Wissen dabei helfen, die App zu perfektionieren.

Mit Enote können Musiker:innen:

  • klassische Musik-Partituren in Sekundenschnelle finden und spielen
  • die Größe, den Stil und das Layout der Noten an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen
  • sehen, was andere Musiker:innen an jeder Stelle ihres Instrumentalparts spielen würden
  • regelbasierte Hervorhebungen nutzen, um Hunderte von Notenseiten sofort und unkompliziert zu kommentieren
  • die Tonart eines jeden Stücks mit nur einem Klick ändern
  • direkt zu bestimmten Sätzen oder Takten navigieren
  • schnell zum Ziel von Wiederholungs-, Coda-, D.S.- und D.C.-Symbolen springen
  • neues Repertoire dank gefilterter Suchen und umfassenden Metadaten finden
  • eine persönliche Bibliothek von Werken und Partituren einfach verwalten 
  • bei Bedarf auf benutzerdefinierte Papierlayouts ausdrucken

Bei ihrer Ankündigung im November letzten Jahres erzeugte die Enote-App großes Aufsehen in der klassischen Musikwelt. Sie zog über 15.000 freiwillige Beta-Tester an und wird von großen Kulturinstitutionen wie der Staatsoper Unter den Linden und dem Pierre Boulez Saal unterstützt. “Die Resonanz auf unser Beta-Programm war unglaublich,” sagt Boian Videnoff, einer der drei Mitgründer von Enote und Chefdirigent der Mannheimer Philharmoniker. “Die Musiker:innen sind von den Funktionen von Enote begeistert und begreifen das Potenzial sofort. Jetzt müssen wir uns nur noch darauf konzentrieren, die Größe und Qualität unserer Bibliothek zu skalieren.”

Die Bibliothek von Enote enthält derzeit alle Instrumentalstimmen von über 1.000 Solo- und Kammermusikwerken. Eine manuelle Transkription so vieler Partituren würde normalerweise Jahre dauern. Deshalb hat das Unternehmen einige der weltweit besten KI-Ingenieure engagiert, um ein optisches Musikerkennungssystem (OMR) zu entwickeln, das Partituren mit einer Genauigkeit von 99,9 % erkennen und rekonstruieren kann.

Die letzten 0,1 % der Fehler in der Bibliothek zu finden und zu korrigieren, ist nun die letzte Hürde für Enote. Daher lädt das Unternehmen die globale Musik-Community ein, den Prozess zu beschleunigen. „Fehler in Tausenden von Partituren zu finden, ist eine riesige Aufgabe für ein kleines Team von Musikwissenschaftler:innen“, erklärt Mitgründer Josef Tufan, „aber wenn Tausende von Nutzer:innen die Fehler markieren, auf die sie beim Spielen stoßen, kann der gesamte Korrekturprozess viel, viel schneller ablaufen.“

Musiker:innen können entdeckte Fehler in den Partituren von Enote mit nur zwei Fingertipps melden. Die Musikwissenschaftler:innen von Enote überprüfen und korrigieren diese Druckfehler dann für alle Nutzer:innen, während die Technikteams die Berichte nutzen, um die Grundursache jedes Problems zu finden und zu beheben. So können alle ähnlichen Vorkommnisse sofort und grundlegend aus der Bibliothek entfernt werden.

Dieser Prozess wird Enote dabei helfen, bis zum Ende des Jahres tausende weitere Kammer-, Solo- und Vokalwerke zu rekonstruieren, bevor die Bibliothek auf Orchesterstücke, Bühnenwerke, zeitgenössische klassische Musik und andere Gattungen erweitert wird. Jede Woche kommen neue Partituren zur Bibliothek hinzu. Das Unternehmen erwartet, dass innerhalb der nächsten 24 Monate über 60.000 Stücke über die App verfügbar sein werden.

„Es ist schwer vorstellbar, dass eine Bibliothek so schnell wachsen kann – aber das ist die Kraft der KI“, sagt Mitgründer und CTO Evgeny Mitichkin. „Das von uns entwickelte OMR-System hat uns innerhalb weniger Monate von unserer allerersten Note zu einer komplexen Notenbibliothek geführt. Daher ist ein weiteres Wachstum unserer Bibliothek um das 10- oder sogar 50-fache definitiv erreichbar.“

Nach der anfänglichen Gratisphase haben Musiker:innen mit einem monatlichen Abonnement unbegrenzten Zugriff auf alle digitalen Innovationen von Enote, einschließlich kommender Funktionen wie automatisches Umblättern, Notenvorschau und intelligente Begleitungen. Enote arbeitet außerdem mit Verlagen zusammen, um Lizenzverträge für aktuelle Inhalte abzuschließen, was die Bibliothek zu einer zentralen Ressource für alle Musiker:innen machen wird.

Das Unternehmen hat sich zudem dazu verpflichtet, eine kostenlose Option für Musiker:innen beizubehalten und wird seine Ressourcen wieder in Projekte investieren, die der Musikgemeinschaft zugute kommen. „Die Musik der Welt in ein einheitliches digitales Format zu bringen, eröffnet Möglichkeiten, die man sich bisher nicht vorstellen konnte“, sagt Videnoff. „Von der Schaffung neuer Einnahmequellen für lebende Komponisten bis hin zur Verbesserung der Arbeitsabläufe von Organisationen der darstellenden Künste, der Anleitung von Studenten beim Üben und der Übertragung von Musiknotation in Blindenschrift – die aufregendsten Fortschritte stehen uns noch bevor.“

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