mevolute aus Berlin ermöglicht es jedem, die Herausforderungen des Tages schneller zu meistern

Hallo Tobias, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei mevolute kurz vor:

Hi und auch an Euch ein herzliches Dankeschön für Euer Interesse an unserem jungen Startup. Wir sind mevolute und haben uns dem Lernen verschrieben. Zur Zeit sind wir nicht groß, denn das Team besteht aus uns zwei Gründern, meiner Kollegin Tina und meiner Wenigkeit.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wie schon kurz erwähnt dreht sich bei mevolute alles um das Thema Lernen. Und zwar sind wir überzeugt, dass wir individuelles Lernen, sowohl im Unternehmensbereich als auch privat sehr viel besser gestalten können. Und zwar mit dem bewussten Einsatz von alltagstauglicher Technologie. Im Moment fokussieren wir uns ganz stark auf Unternehmen, um diesen zu helfen, eine agile Lernkultur zu etablieren und allen Mitarbeitenden ein Growth Mindset zu ermöglichen. Das bedeutet, dass wir nicht eine formale Lernplattform aufbauen, wo Lernen getrennt vom Arbeitsalltag gesehen wird. Sondern unser Ansatz ist es, Lernen in jedem Moment bewusst zu erleben und Gelerntes mit anderen zu teilen.

Welches Problem wollt Ihr mit mevolute lösen ?

Wir haben festgestellt, dass Unternehmen endlose Summen für Seminare und Trainings ausgeben. Diese müssen von den Mitarbeitenden irgendwie im Kalender untergebracht werden. Und hier liegen mehrere Probleme. Oft wird nicht genug Zeit geschaffen, um formelles Lernen im Kalender unterzubringen, was Stress erzeugt und dieser wiederum die Lernqualität mindert. Außerdem werden theoretische Themen aus den Trainings nicht ausreichend und schnell genug im Alltag angewendet, wo das eigentliche Lernen stattfindet. Somit geht also das, wofür teure Trainings organisiert wurden, größtenteils verloren. Und wir möchten dies durch unsere Softwarelösung ändern.

Wie ist die Idee zu mevolute entstanden ?

Wir waren beide lange Jahre als Trainer und Coaches unterwegs, und in den Gesprächen mit unseren Teilnehmenden kamen immer wieder die oben genannten Probleme auf. Da wir möglichst wirksam mit unseren Trainingsinhalten werden wollen, und wir selbst mit diesem Outcome nicht zufrieden waren, war die Idee zum Startup geboren.

Wie würdest Du Deiner Großmutter mevolute erklären ?

mevolute ermöglicht es jedem, die Herausforderungen des Tages, sei es Kuchenbacken am Arbeitsplatz oder eine Meinungsverschiedenheit unter Kollegen, schnell zu meistern. Dazu wird die Herausforderung dokumentiert, Lösungsansätze werden vorgeschlagen und der Schlüssel ist die Vernetzung mit anderen, die die gleiche Herausforderung haben oder schon hatten. Hierdurch entsteht soziales Lernen, angepasst auf den Alltag und die sofortige Möglichkeit, gelerntes anzuwenden.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Unzählige Male. Wir haben uns von Anfang an geschworen, möglichst schnell mit potenziellen Nutzern zu sprechen und das Feedback sofort zu integrieren. Und hier muss ich sagen: Es hat gezeigt, dass viele Features, die wir geplant hatten, gar nicht relevant waren oder einfach zu kompliziert zu verstehen. Und auch jetzt stellt sich jeder darauf ein, dass wir morgen Feedback bekommen, was uns eventuell zum Umdenken anregen wird. Aber die Vision bleibt die Gleiche.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Auf lange Sicht wird sich das Geschäft durch ein Abomodell tragen. Zur Zeit befinden wir uns allerdings sehr stark in der Entwicklung, und wir bootstrappen unser Startup. Das heißt, dass wir im Moment mit der Expertise aus den vergangenen Jahren das Geld verdienen, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wie genau hat sich mevolute seit der Gründung entwickelt ?

Anfangs wollten wir nicht sehr stark auf unseren „Beratungszweig“ setzen und die Produktentwicklung noch aktiver und fokussierter Vorantreiben. Durch die Iterationszyklen mussten wir aufgrund der finanziellen Situation allerdings im Beratungs- und Trainingsangebot aufrüsten. Deshalb sind wird zur Zeit zweigeteilt unterwegs, Beratung und Entwicklung.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Hier kann ich vor allem von der Zeit vor der Gründung berichten. Unser Netzwerk war und ist teilweise noch zu schlecht. Wenn ich ein paar Jahre zurückschrauben könnte, würde ich mich mehr darum kümmern, mein Startup-Netzwerk stärker aufzubauen und dann die Idee in ein Unternehmen umzusetzen. So wären wir schneller gewachsen.

Und noch etwas, worunter wir weiterhin leiden: nicht zu vorschnell sein, in der „formalen Gründung“. Wir fallen leider aus einigen Förderprogrammen, weil wir die GmbH gegründet haben, ohne uns vorher für Fördermöglichkeiten zu bewerben.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Zum ersten Punkt: Mehr Netzwerken! Ein Teil der Community sein und sehen, wo man helfen kann und wie auch die anderen uns helfen können.

Zum zweiten Punkt: Wir haben gelernt, die deutsche Bürokratie ernster zu nehmen, und konstant Licht ins Dunkel über den Förderdschungel in Deutschland und der EU zu bringen.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Uns überhaupt dazu zu entschließen, wieder selbstständig zu sein und den Schritt zur Gründung zu wagen. Auch sind wir sehr gut intern organisiert, hier hatten wir natürlich den Vorteil, dass wir auch unsere Kunden zur modernen Organisationsentwicklung beraten und auch digitale Tools aufzeigen, wie man besser strukturiert und kollaborativ sein kann.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Eindeutig das Produkt zu einer Pre-Release-Version entwickeln und das Team ausbauen. Wir haben einiges vor, und das können wir zu zweit nicht alleine bewerkstelligen. Vor allem möchten wir im Bereich Softwareentwicklung und Neurowissenschaft/Psychologie um einiges aufrüsten, um unseren Nutzern den bestmöglichen Lernerfolg zu ermöglichen. Wenn also jemand Interesse hat, mit uns zu arbeiten, kontaktiert uns gerne!

Vielen Dank für das Interview.

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