WECONOMY 2020: die innovativsten Technologie-Start-ups Deutschlands mit mindestens einer Frau im Team

Pressemitteilung:

  • Gründer*inneninitiative WECONOMY fördert Start-ups und ihre innovativen Geschäftsideen
  • Start-ups profitieren: mit erfahrenen Expert*innen das eigene Netzwerk stärken
  • Female Focus: Gründerinnen in Deutschland fördern und Vorbilder schaffen
  • Unternehmer*innen gewinnen ein Jahr tatkräftige Unterstützung und ein exklusives Netzwerk-Treffen mit deutschen Topmanager*innen

Gute Technologie-Ideen schnell in innovative Produkte und Dienstleistungen überführen: Nur so werden kreative Antworten auf die drängenden Herausforderungen unserer Zeit gefunden und damit Deutschlands Position als Wirtschafts- und Exportnation gestärkt. Mit der Gründer*inneninitiative WECONOMY fördert die Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland in Kooperation mit UnternehmerTUM und dem Handelsblatt seit mehr als zehn Jahren innovative Geschäftsideen. Aus guten Gründer*innen erfolgreiche Unternehmer*innen machen, ist auch dieses Jahr das Ziel des Wettbewerbs. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Wissensfabrik setzt WECONOMY neue Impulse und sucht mit einem Female Focus erstmals technologieorientierte Start-ups mit mindestens einer Frau im Gründungsteam.

Dieses Jahr überzeugten zehn Gründer*innen die WECONOMY-Jury, die gestern in Berlin unter Vorsitz von Prof. Dr. Burkhard Schwenker von Roland Berger die Gewinner*innen der Runde 2020 auswählte. Die ausgezeichneten Innovationen kamen unter anderem aus den Bereichen Informationstechnologie, Medizin, Bildung und Industrie: Zum Beispiel bietet das Start-up Dermanostic aus Düsseldorf eine App an, die Hautarztbesuche digitalisiert und so eine schnelle Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen binnen 24 Stunden ermöglicht. Die Gründer*innen der BOTfriends GmbH entwickelten Chat- und Voicebots mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Mit ihrer Plattform BOTfriends X können Unternehmen ihre Bot Projekte zentral steuern und ohne Programmierkenntnisse managen. Nachhilfe für Schüler*innen ab der 5. Klasse als Flatrate mit unbegrenztem Zugang zu Nachhilfelehrer*innen bietet das Start-up ubiMaster aus Bayern an und die Gründerinnen von Spoontainable aus Heidelberg haben einen essbaren Eislöffel entwickelt, der seit 2019 am Markt etabliert ist. Die Löffel sind zu 100 Prozent aus natürlichen Zutaten gefertigt. Insgesamt hatten sich 119 Start-ups aus ganz Deutschland um einen Platz im Finale von WECONOMY beworben.

„Um den Start-up-Sektor in Deutschland voranzubringen, brauchen wir mehr Gründerinnen. Und das erreichen wir nur, wenn wir Vorbilder schaffen und Netzwerke aufbauen“, sagt Prof. Dr. Burkhard Schwenker, Chairman of the Advisory Council der Roland Berger GmbH und Juryvorsitzender des Gründerwettbewerbs. „Schon allein deshalb war die diesjährige Jury-Sitzung mit unserem neuen „Female-Focus“ ein besonderer Tag, denn eines ist ganz klar geworden: Mindestens eine Frau im Gründerteam macht den entscheidenden Unterschied!“

Seit diesem Jahr neu in der Jury ist unter anderem Daria Saharova, Geschäftsführerin bei Vito One und eine der wenigen Frauen in der deutschen Venture-Capital-Szene. Ihr Tipp an die WECONOMY-Gewinner*innen: „Um erfolgreich zu sein, muss ein Start-up ein echtes und großes Problem zum richtigen Zeitpunkt lösen! Das klingt trivial, aber oft verzetteln sich Gründer*innen, weil sie ihr Produkt oder Technologie so sehr lieben, dass sie dabei den Kunden vergessen. Auch das Momentum im Markt muss stimmen.“ Mit ihr suchten noch zwei weitere neue Jury-Damen die besten Technologie-Start-ups Deutschlands aus: Catharina von Delden, Gründerin und CEO der innosabi GmbH und Teil des Bitkom Präsidiums. Außerdem, Dr. Christiane Zedelius, die unter anderem Partnerin im Münchener Büro von Dentons ist. Die Vertriebs- und Handelsrechtlerin war zuletzt in einem Start-up tätig, davor arbeitete sie als Anwältin bei Noerr.

Gründerenergie mit frischen Ideen trifft auf langjährige Geschäftserfahrung

WECONOMY ist die Plattform für einen professionellen Austausch zwischen Gründer*innen und etablierten Unternehmen auf Augenhöhe. Der Gewinn bei WECONOMY ist mit Geld nicht zu bezahlen: Die Gründer*inneninitiative bietet Zugang zu einem starken Netzwerk der deutschen Wirtschaft. Die Gewinner*innen können sich auf ein ganzes Jahr intensive Betreuung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Geschäftsideen freuen. Sie nehmen am WECONOMY-Auftakt teil, der im Oktober bei GFT in Stuttgart sein wird. Dort treffen sie Topmanager*innen und Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft, darunter Jürgen Hambrecht, ehem. Vorstandsvorsitzender und Vorsitzender des Aufsichtsrats der BASF SE, Dr. Roland Münch, Mitglied der Konzerngeschäftsführung der Voith GmbH & Co. KGaA und Elisabeth Terodde, Mitglied im Aufsichtsrat der TÜV Nord AG. In persönlichen Gesprächen erhalten die Gründer*innen wertvolles Feedback zu ihrem Geschäftsmodell und entwickeln dieses gemeinsam mit den Manager*innen weiter. Dabei profitieren die zehn WECONOMY-Gewinner*innen von dem Wissen der erfahrenen Unternehmer*innen und erhalten individuelle Unterstützung zu unterschiedlichen Themen wie Markteintritt, Produktentwicklung sowie Organisations- und Unternehmensentwicklung.

Darüber hinaus sind themenspezifische WECONOMY-Tage ein fester Bestandteil der Gründer*inneninitiative. In intensiven Gesprächen tauschen sich die Start-ups im Laufe eines Jahres an drei Veranstaltungen mit Mentor*innen der WECONOMY-Partnerunternehmen aus, um die eigene Geschäftsidee voranzubringen. Im Februar geht es los bei der Voith Gruppe in Berlin. Ende März werden die Start-ups zu Gast bei TÜV Nord in Hannover sein und im Mai endet die Veranstaltungsreihe mit den WECONOMY-Tagen bei der LBBW in Mainz.

Insgesamt wurden bisher 122 technologieorientierte Start-ups mit dem WECONOMY Gründerpreis ausgezeichnet. Das Konzept zeigt Wirkung: 84 Prozent der prämierten Start-ups sind heute noch aktiv am Markt vertreten.

Dies sind die diesjährigen ausgezeichneten Start-ups:

Die BOTfriends GmbH entwickelt Chat- und Voicebots für Messenger Plattformen und Sprachassistenten mithilfe künstlicher Intelligenz. Das 2017 gegründete Start-up aus Würzburg hat mit BOTfriends X zudem eine Plattform entwickelt, mit welcher Unternehmen ihre Bot-Projekte zentral steuern und ohne Programmierkenntnisse managen können.

cogniBIT, ein Spin-off der LMU München, simuliert mit sogenannten Agentenmodellen das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer, die mit einem autonomen Fahrzeug interagieren. Der neurokognitive Ansatz bildet menschliche Einschränkungen wie begrenzte Wahrnehmung und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ab.

DERMANOSTIC – „Hautarzt per App“, ist ein eHealth-Startup, das mittels App eine dermatologische Diagnose samt Therapieempfehlung und Rezept innerhalb von 24 Stunden ermöglicht. Das 2019 gegründete Start-up hat seinen Sitz in Düsseldorf.

Die Hellstern medical GmbH ist ein Medizintechnikunternehmen aus Baden-Württemberg. Sein Surgeon Support System für den Operationssaal ermöglicht es Chirurgen, ergonomisch zu operieren und so Schmerzen und Erschöpfung zu reduzieren.

Die LiGenium GmbH aus Chemnitz bringt den Leichtbauwerkstoff Holz in den Maschinenbau. Stahl oder Aluminium werden ersetzt und machen Logistikanwendungen wie Fördertechnik, Ladungsträger und Behälter leichter und den Prozess – verbunden mit Vorteilen bei der Digitalisierung und Automatisierung – nachhaltiger.

Das Medizin-Start-up PerAGraft aus Aachen produziert Stentgrafts, lebensrettende maßgeschneiderte Blutgefäßprothesen, in fünf Tagen statt in den sonst üblichen acht Wochen. Möglich macht das eine durchgängig digitale Prozesskette auf Basis von Computertomografie-Aufnahmen der Patienten.

PipePredict aus Darmstadt nutzt bestehende Sensordaten, um Rohrnetze mit einem digitalen Zwilling und einer Kombination von selbstentwickelten Algorithmen zu untersuchen. Dieses Predictive Maintenance Tool kann Leckagen frühzeitig und genau lokalisieren sowie Rohrbrüche vorhersagen.

Die Gründerinnen von Spoontainable aus Heidelberg haben den essbaren Eislöffel entwickelt und seit 2019 am Markt etabliert. Die Löffel sind zu 100 Prozent aus natürlichen Zutaten gefertigt.

ubiMaster, ein Bildungs-Start-up aus Bayern, bietet Lernunterstützung und Nachhilfe für Schüler*innen ab der 5. Klasse als Flatrate mit unbegrenztem Zugang zu Nachhilfelehrer*innen. Die App-basierte ubiMaster-Plattform stellt sicher, dass der passende Nachhilfelehrer innerhalb von zwei Minuten entweder per Chat oder Video zur Verfügung steht. ubiMaster wird über Schulen, Unternehmen, Verlage und direkt im Internet vertrieben.

Von Meckenbeuren ins All: Das Start-up yuri GmbH ermöglicht Forschung in Schwerelosigkeit. Dazu wird ein rund zehn Kubikzentimeter großer wiederverwendbaren Kasten – eine Art Mini-Labor – auf Parabelflüge, in Raumkapseln und auf die Internationale Raumstation ISS geschickt. Prominenter Partner ist Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Mehr Informationen finden Sie unter www.weconomy.de.

Über die Wissensfabrik

Die „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V.“ ist eine Initiative von Unternehmen und Stiftungen, die sich für gute MINT-Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie Unternehmertum in Deutschland engagiert. Das bundesweite Netzwerk der deutschen Wirtschaft zählt mehr als 130 Mitglieder aller Branchen und Größen. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Wissenschaft zu fördern, um so die Innovationsfähigkeit Deutschlands zu stärken. In mehr als 3.000 Bildungspartnerschaften engagiert sich der gemeinnützige Verein mit Sitz in Ludwigshafen für Wissenstransfer und Kompetenzentwicklung in Naturwissenschaften, Technik sowie wirtschaftlichem Denken und Handeln. Ein Schwerpunkt sind Bildungsprojekte für Kindergärten und Grundschulen, die gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern entwickelt wurden. Außerdem begleitet die Wissensfabrik junge Unternehmer bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen mit einem Mentoringprogramm und mit der Gründerinitiative WECONOMY. Die Wissensfabrik ist eine besonders wirkungsvoll arbeitende Organisation: Für ihr Technik-Projekt KiTec hat sie das Phineo Wirkt-Siegel erhalten. Mehr auf www.wissensfabrik.de.

Über UnternehmerTUM

UnternehmerTUM ist eine einzigartige Plattform für die Entwicklung von Innovationen. UnternehmerTUM identifiziert aktiv innovative Technologien und initiiert neues Geschäft durch die systematische Vernetzung von Talenten, Technologien, Kapital und Kunden. Start-ups bietet UnternehmerTUM einen Rundum-Service von der ersten Idee bis zum Börsengang. Ein Team aus 240 erfahrenen Mitarbeitern, darunter Unternehmer, Wissenschaftler und Investoren, unterstützt beim Aufbau des Unternehmens, beim Markteintritt und bei der Finanzierung – auch mit Venture Capital. Für etablierte Unternehmen ist UnternehmerTUM der zentrale Ort für die Zusammenarbeit mit Start-ups und den Ausbau ihrer internen Innovationskraft und -Kultur. 2002 von der Unternehmerin Susanne Klatten gegründet, ist UnternehmerTUM mit jährlich mehr als 50 wachstumsstarken Technologiegründungen – u. a. Celonis, Konux und Lilium – das führende Zentrum für Innovation und Gründung in Europa.

Über das Handelsblatt

Das Handelsblatt ist die größte Wirtschafts- und Finanzzeitung in deutscher Sprache. Rund 200 Redakteure, Korrespondenten und ständige Mitarbeiter rund um den Globus sorgen für eine aktuelle, umfassende und fundierte Berichterstattung. Im Tageszeitungsvergleich zählt die börsentäglich erscheinende Wirtschafts- und Finanzzeitung bei Entscheidern der ersten und zweiten Führungsebene zur unverzichtbaren Lektüre. Laut „Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung“ (LAE) 2018 erreicht das Handelsblatt mehr als 305.000 Top-Entscheider börsentäglich. Handelsblatt Online ist mit monatlich mehr als 20 Millionen Visits und bis zu 50 Millionen Page Impressions das führende Wirtschaftsportal in Deutschland. Mehr unter www.handelsblatt.com

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